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Neusiedlung WallbrunnLange waren wir auf der Suche nach Lösungen, wie unser Betrieb weiter bestehen kann, denn wir waren mitten im Dorf Zeglingen. Da hatte Rolf DIE Idee: Im Wallbrunn hatten wir 54 Aren Pachtland. Rolf ging zur Eigentümerin des Landes und so ergab sich die Möglichkeit, gleich neben dem Pachtland eigenes Land zu erwerben. Nun haben wir im Wallbrunn insgesamt 120 Aren. Danach begann der Landabtausch mit verschiedenen Landwirten (7.5 Hektaren). Dies ging teilweise problemlos, manchmal aber auch gar nicht. In früheren Zeiten hatte der Zeglinger Peter Leute nach Wallbrunn gewiesen um dort Wasser zu trinken, das sie wieder heilen sollten. Heute haben wir mit unserem Nachbarn zusammen eine eigene Quelle. Das Wasser ist wirklich ausgezeichnet! Im Herbst 2001 planten wir einen Anbindestall.
Für uns Viehzüchter war zuerst ein Laufstall
keine Lösung, weil wir zuviel negatives gesehen haben. Nach einiger Zeit
stellte sich aber heraus, dass nur ein Laufstall in Frage kommen würde. Adrian
und Erika waren von einem Laufstall nicht zu
überzeugen, bis Rolf dann ein Machtwort sprach: "Es gibt entweder einen
Laufstall oder gar keinen!". Dies löste noch einige Diskussionen aus... Ende Februar 2003 ging es dann los, wir begannen mir dem Bau. Es schneite den ganzen Tag wie schon lange nicht mehr. Als die Jauchegrube entstand regnete es in Strömen. Dann kam alles ganz anders, es wurde heiss und trocken. Der Jahrhundertsommer 2003 machte seinem Namen alle Ehre. Anfang Juli sah es aus wie in der Wüste. Tagsüber "genossen" die Kühe im alten Stall ihre Sauna, in der Nacht waren sie auf der graslosen Weide. Wir fragen uns heute noch, was die Tiere in dieser Zeit wohl gefressen haben. Am 20. September war es endlich so weit. Um 8:30 Uhr ging es los, die Kühe
merkten sofort, dass es ein besonderer Tag ist. Wir nahmen unsere grossen Treicheln
und Glocken und zogen in Richtung Wallbrunn. Erika kamen beinahe die Tränen und
die Herde war kaum zu stoppen. Zum Erstaunen der Besucher gingen unsere Kühe nach der Ankunft im neuen Stall nicht fressen sondern gleich in die Boxen. Wir vermuten, dass dies aus Gewohnheit geschah. Früher im alten Stall bekamen sie ihr Futter jeweils in ihrem Strohbett. Nachteile des Laufstalles (aus unserer Sicht als Viehzüchter)
Vorteile des Laufstalles (aus unserer Sicht als Viehzüchter)
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