Geschichte
Home Nach oben Familie Gartenteam WGZ Kontakt Lageplan Links

Nach oben
Betr. Spiegel
Betr. Plan
Kühe
Stiere
Rinder
Kälber
Diverses
Maschinen
Geschichte
Namensliste

Neusiedlung Wallbrunn

Lange waren wir auf der Suche nach Lösungen, wie unser Betrieb weiter bestehen kann, denn wir waren mitten im Dorf Zeglingen. Da hatte Rolf DIE Idee: Im Wallbrunn hatten wir 54 Aren Pachtland. Rolf ging zur Eigentümerin des Landes und so ergab sich die Möglichkeit, gleich neben dem Pachtland eigenes Land zu erwerben. Nun haben wir im Wallbrunn insgesamt 120 Aren.

Danach begann der Landabtausch mit verschiedenen Landwirten (7.5 Hektaren). Dies ging teilweise problemlos, manchmal aber auch gar nicht.

In früheren Zeiten hatte der Zeglinger Peter Leute nach Wallbrunn gewiesen um dort Wasser zu trinken, das sie wieder heilen sollten. Heute haben wir mit unserem Nachbarn zusammen eine eigene Quelle. Das Wasser ist wirklich ausgezeichnet!

Im Herbst 2001 planten wir einen Anbindestall. Für uns Viehzüchter war zuerst ein Laufstall keine Lösung, weil wir zuviel negatives gesehen haben. Nach einiger Zeit stellte sich aber heraus, dass nur ein Laufstall in Frage kommen würde. Adrian und Erika waren von einem Laufstall nicht zu überzeugen, bis Rolf dann ein Machtwort sprach: "Es gibt entweder einen Laufstall oder gar keinen!". Dies löste noch einige Diskussionen aus...
Mit der Firma Zaugg AG planten wir also einen Laufstall. Im Dezember 2002 gab das landwirtschaftliche Zentrum Ebenrain das OK zu unseren Plänen und das ganze Dossier ging weiter nach Bern. Im Januar 2003 erhielten wir von Bern einen Tiefschlag in Form eines "Nein".
Die Pläne wurden abgeändert: Der Stall wurde auf jeder Seite um 5m kürzer, der Jungviehstall kam neben die Maschinenhalle und das Kälberparadies wurde vorne am Stall angebaut. Nun hatte niemand mehr etwas einzuwenden.

Ende Februar 2003 ging es dann los, wir begannen mir dem Bau. Es schneite den ganzen Tag wie schon lange nicht mehr. Als die Jauchegrube entstand regnete es in Strömen. Dann kam alles ganz anders, es wurde heiss und trocken. Der Jahrhundertsommer 2003 machte seinem Namen alle Ehre. Anfang Juli sah es aus wie in der Wüste. Tagsüber "genossen" die Kühe im alten Stall ihre Sauna, in der Nacht waren sie auf der graslosen Weide. Wir fragen uns heute noch, was die Tiere in dieser Zeit wohl gefressen haben.

Am 20. September war es endlich so weit. Um 8:30 Uhr ging es los, die Kühe merkten sofort, dass es ein besonderer Tag ist. Wir nahmen unsere grossen Treicheln und Glocken und zogen in Richtung Wallbrunn. Erika kamen beinahe die Tränen und die Herde war kaum zu stoppen.

Alle die mit dem Bau zu tun hatten waren zu einem Apéro eingeladen, der grossen Anklang fand.

Zum Erstaunen der Besucher gingen unsere Kühe nach der Ankunft im neuen Stall nicht fressen sondern gleich in die Boxen. Wir vermuten, dass dies aus Gewohnheit geschah. Früher im alten Stall bekamen sie ihr Futter jeweils in ihrem Strohbett.

Nachteile des Laufstalles (aus unserer Sicht als Viehzüchter)

Es ist schwierig, lange und weisse Schwänze zu haben.
Die Umstellung für die Tiere und die Familie ist nicht einfach, es braucht etwas Geduld.

Vorteile des Laufstalles (aus unserer Sicht als Viehzüchter)

Die Tiere sind ruhiger, frei und können fressen wo sie möchten oder im Laufhof die Sonne geniessen. Dies ist vor allem im Winter ein echtes Bedürfnis.
Kraftfutter ist rund um die Uhr verfügbar.
Die Kühe können sich zu jeder Zeit Wellness an der Massagebürste gönnen.
Je nach Lust und Laune ist bei Regen auf Wunsch eine Dusche möglich.
Die Arbeiten gehen viel leichter. Das soll  aber nicht heissen, dass wir mit einem Laufstall weniger Arbeit haben.
Unsere Grossmutter-Kuh Petra kam im Alter von 8 Jahren in den Laufstall. Sie brauchte ganze zwei Jahre um sich daran zu gewöhnen. Heute geht es ihr gut und sie dankte es uns, indem sie total 89'000kg Milch produziert hat.

 


Betonieren Stall

 


Holzlieferung


Zimmerleute


Kranmontage


Wohnhaus

Nun ist es endlich so weit: Nach 6 Jahren können wir unser Haus im Wallbrunn nun doch bauen...

Architekt und Bauherr bei der Arbeit